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Köln knipst zu Ramadan besondere Beleuchtung an – widerliche Reaktionen! „Ein Skandal“

Auch in diesem Jahr wird Köln pünktlich zu Ramadan wieder besonders beleuchtet. Doch die Reaktionen sind schon jetzt wieder unfassbar.

© IMAGO/Panama Pictures

Videografik: Ramadan - eine der Säulen des Islams

Für Millionen Muslime in aller Welt hat der Ramadan begonnen. Der Fastenmonat zählt zu den fünf Säulen des Islams. In dieser Zeit dürfen Gläubige tagsüber nicht trinken, rauchen oder essen.

Die traditionelle Fastenzeit der Muslime, auch Ramadan genannt, steht unmittelbar bevor. Am Freitag (28. Februar) beginnt der traditionelle Fastenmonat offiziell. Allein in NRW leben rund 1,5 Millionen Muslime, die meisten davon aus der Türkei.

Eine private Initiative hatte aus diesem Anlass schon im Vorjahr in der Stadt Köln eine besondere Ramadan-Beleuchtung aufgehangen, die auch andere Kulturen auf die besondere Zeit aufmerksam machen soll. Auch in diesem Jahr werden die Lichter wieder angeknipst. Doch die Diskussionen aus dem Vorjahr kommen schon vorab wieder hoch.

Ramadan in Köln: Kritik an Beleuchtung

Wie der Kölner Verein „The Ramadan Project e. V.“ jetzt berichtet, sei die festliche Ramadan-Beleuchtung im Vorjahr ein voller Erfolg gewesen. Aus diesem Grund habe man sich dazu entschieden, entlang der 250 Meter langen Venloer Straße im Stadtteil Ehrenfeld erneut die besonderen Lichter anzuschalten. Bis Anfang April soll diese hier hängen bleiben.

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Die Besonderheit in diesem Jahr: Was im Vorjahr als nicht angemeldeter Testlauf begann, wurde in diesem Jahr offiziell von der Stadt genehmigt, wie „Radio Köln“ berichtet. Doch die beschämenden Reaktionen aus 2024 kochen auch jetzt wieder hoch. „Weg mit der Scheiße. Ich hoffe, dass es Leute gibt, die diese Lichtinstallation zerstören werden. Wo sind die randalierenden Jugendlichen, wenn man sie mal braucht???“, war etwa damals ein Kommentar von vielen in den Sozialen Netzwerken. Mehr dazu kannst du hier nachlesen >>>.

Nicht nur in der NRW-Stadt Köln, auch in anderen Großstädten wie Frankfurt wird die besondere Beleuchtung in diesem Jahr wieder zu sehen sein. Aber wer sich schon jetzt bei „X“ umschaut, wird erneut mit widerlichen Aussagen zur Ramadan-Beleuchtung konfrontiert.

„Eher Geld für Ramadan Beleuchtung als für Weihnachten“

„Na, das haben Sie ganz toll gemacht für die Moslems! Wo ist ihr Einsatz für Weihnachtsbeleuchtung?“, fragt sich so etwa eine X-Nutzerin. Sie setzt sogar nach: „Ein Skandal.“ Andere wiederum werden regelrecht politisch in ihrer Kritik: „Köln halt … Das kommt davon, wenn man ewig Sozialdemokraten wählt. Die haben auch eher Geld für Ramadan Beleuchtung als für Weihnachten.“


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Ein anderer wird bei „X“ sogar noch deutlicher: „Die Ramadan-Beleuchtung in immer mehr deutschen Städten wird das Gegenteil der erhofften Integration erreichen: Sie stößt die meisten Deutschen vor den Kopf, und Islamisten fühlen sich nur bestätigt.“

Viele distanzieren sich aber deutlich von solchen Aussagen und ergreifen für die Aktion der Kölner Initiative Partei. „Heute Abend wird in Köln die Ramadan-Beleuchtung eingeschaltet. Ich wünsche den Kölnern eine großartige Karnevalssaison!“, freut sich so etwa einer darüber, dass die muslimische Fastenzeit in diesem Jahr mit dem Kölner Karneval zusammenfällt.