Ein Unbekannter soll bereits Montagnacht in der Synagoge in Bochum die Fenster zerschossen haben.
Das Gebäude der jüdischen Gemeinde Bochum war nicht das einzige Ziel des Unbekannten, auch an anderen Stellen in der Ruhrgebietsstadt soll er mit seinem Gewehr herumgeschossen haben. Unter seinen Zielen war auch ein jenseits von Bochum beliebtes Ausflugsziel.
Bochum: Fenster der Synagoge mit Metallkugeln zerschossen
Kurz nach Mitternacht soll der Unbekannte mit einer Luft- oder Gasdruckwaffe am Montag auf die Synagoge geschossen haben. Dabei sind mehrere Fenster der jüdischen Einrichtung zu Bruch gegangen.
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Das ist die Stadt Bochum:
- erste urkundliche Erwähnung im Jahr 890
- mit 365.587 Einwohnern (Stand: Dezember 2019) die sechstgrößte Stadt in NRW
- besitzt sechs Stadtbezirke
- Sehenswürdigkeiten unter anderen: Deutsches Bergbau-Museum, Kemnader See, Eisenbahnmuseum
- Oberbürgermeister ist Thomas Eiskirch (SPD)
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Da ein antisemitischer Hintergrund bei der Tat nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt mittlerweile auch der Staatsschutz in der Sache.
Bochum: Staatsschutz ermittelt wegen Schüssen auf Synagoge
Gemeinsam mit den Polizeibeamten aus Bochum konnte dieser die genaue Route des Täters rekonstruieren. Denn die Synagoge der jüdischen Gemeinde Bochum war nicht das einzige Ziel des Unbekannten.
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Nach ersten Ermittlungsergebnissen bog der Mann gegen Mitternacht von der Castroper Straße auf den Fußweg zum Planetarium ab und schoss hier erst auf die Synagoge und dann auch auf das Planetarium.
Bochum: Unbekannter schießt auch auf Planetarium und an weiteren Orten
Auch hier beschädigte er zwei Fensterscheiben sowie eine Dachrinne des Gebäudes. An beiden Tatorten konnten die Beamten kunststoff-ummantelte Metallkugeln sicherstellen, die vermutlich als Munition für die Waffe des Täters dienten.
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Anschließend ist der Unbekannte sehr wahrscheinlich über den Bochumer Stadtpark zur Klinikstraße gelaufen. Dort hat er in der Nähe des Tierparks vermutlich erneut mit seiner Waffe herumgeschossen. Zumindest wurde auch hier eine der speziellen Metallkugeln gefunden.
Bochum: Beamte rekonstruieren Route des Täters
Danach muss er in Richtung „Schmechtingwiese“ gelaufen sein und erneut herumgeschossen haben. Diesmal auf ein geparktes Auto, wie die wieder am Tatort gefundenen Metallkugeln nahelegen. Ab hier verliert sich jedoch die Spur des Unbekannten.
Bochum: Nach Täter wird gefahndet
Sowohl die Polizei Bochum als auch der Staatsschutz fahnden jetzt nach dem Mann. Er soll eine graue Hose und eine dunkle Kapuzenjacke sowie Adidas-Turnschuhe mit heller Sohle und eine dunkle Baseball-Cap mit hellem Schirm getragen haben. Darüber hinaus hatte er einen schwarzen Rucksack und eine dunkelfarbige Brusttasche bei sich.
Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen werden gebeten unter 0234 909 4505 oder 0234 909 4441 anzurufen. Ganz besonders interessiert es die Kriminalbeamten, wenn weitere Stahlkugeln gefunden wurden. (kk)
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