„Charmed“-Schauspielerin hat diese berührenden Worte für ihre Tochter
Schauspielerin Alyssa Milano hat ein Video, das an ihre Tochter gerichtet ist, auf Twitter veröffentlicht
Darin erklärt sie der Fünfjährigen ihr Engagement in der Bewegung #MeToo
Die 45-Jährige hatte damals zum internationalen Bekanntwerden von #MeToo beigetragen
New York.
Vor ziemlich genau einem Jahr machte Alyssa Milano das Schlagwort #MeToo in der Debatte um Alltagssexismus bekannt, heute ist die „Charmed“-Schauspielerin eines der berühmtesten Gesichter der Bewegung. Zum Jahrestag am 15. Oktober veröffentlichte Alyssa Milano nun eine bewegende Videobotschaft über Twitter, adressiert an ihre Tochter Elizabella.
Das Video, in dem sich die Mutter an die damals Vierjährige wendet, ist bereits vor einem Jahr entstanden. Elizabella sei noch ein „Baby“, würde die Videobotschaft aber eines Tages verstehen, heißt es in dem mehrminütigen Video.
Eigentlich wollte die Schauspielerin dieses nicht der Öffentlichkeit präsentieren, doch nun erscheine es ihr „zu wichtig, um nicht geteilt zu werden“, schreibt sie in ihrem Tweet.
Tochter soll niemals „MeToo“ sagen müssen
„Überall erzählen Frauen ihre Geschichten von sexueller Belästigung und Übergriffen, und sie sagen Begriffe wie ,Me Too’ und ,Time’s Up’“, erklärt Milano ihrer Tochter im Video. „Du sollst von einem starken kleinen Mädchen zu einer starken Frau heranwachsen, die ihren Wert kennt und die für ihren Verstand, ihr schönes großes Herz und ihre süße, süße Seele und ihr Talent geschätzt wird und nicht für ihren Körper“, macht sie deutlich.
Mehrfach wischt Milano sich in dem Video Tränen aus den Augen. „Meine größte Hoffnung ist, dass du niemals ,Me Too’ sagen musst.“
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Arbeit gegen das Schweigen
Eines Nachts habe Alyssa Milano ihre Tochter angeblickt und sei von Angst ergriffen worden: „Angst um dich.“ Dieses Gefühl sei der Auslöser gewesen, vor einem Jahr den „MeToo“-Tweet abzusetzen und um Solidarität zu bitten.
„All das habe ich für dich getan.“ Ihre Tochter habe ihr die Stärke dafür gegeben. „Dafür will ich dir danken“, sagt die Schauspielerin sichtlich ergriffen. Sie arbeite zusammen mit vielen anderen Frauen daran, dass „das Schweigen nicht die Norm deiner Generation wird“.
#MeToo wurde internationale Bewegung
Milano hatte das Schlagwort #MeToo vor genau einem Jahr von der Aktivistin Tarana Burke aufgegriffen und in einem Tweet verwendet. Der Tweet folgte auf die ersten Medienberichte über Filmproduzent Harvey Weinstein, dem heute Dutzende Frauen sexuelle Übergriffe vorwerfen. Weinstein wartet derzeit in New York auf seinen Gerichtsprozess. #MeToo hat sich in der Zwischenzeit zu einer internationalen Bewegung entwickelt. (dpa/alka)