- Ein Luxemburger landete vor Gericht, weil er angeblich mit 914 km/h geblitzt worden sein soll
- Das sagt er selbst dazu
Brüssel.
Ein Autofahrer aus Luxemburg soll angeblich mit 914 km/h geblitzt worden sein. Deshalb habe er eine Gerichtsvorladung erhalten, berichtet das luxemburgische Nachrichten-Portal „L’essentiel“, das einen Screenshot der Vorladung veröffentlichte.
Der Mann gebe zu, das Tempolimit überschritten zu haben. Doch eine Geschwindigkeit von 914 km/h erschiene ihm „etwas“ zu hoch. „Ich bin 85 in einer 70er-Zone gefahren“, erzählt Luc der Zeitung „La Meuse“, „Ich habe einen Strafzettel bekommen und sollte 96 Euro bezahlen. Ich habe die Rechnung beglichen. Als ich dann eine Gerichtsvorladung erhielt, weil ich mit 914 km/h unterwegs gewesen sein soll, dachte ich, ich wäre im falschen Film.“
Anwalt zweifelt zu hohe Zahl an
Einen Monat, nachdem Luc die Vorladung erhielt, erschien er vor dem Brüsseler Polizeigericht. Dort habe er „eine Entschädigung verlangt.“ Denn er habe für das Verfahren bereits insgesamt 1500 Euro zahlen müssen. Diese gingen „für die Anreise, den Anwalt und so weiter drauf.“
—————-
Auch interessant:
• Doppelt dreiste Blitzer-Abzocke in Essen? So reagiert die Stadt Essen auf die Gier-Vorwürfe
• In 50er-Zone: SUV rast mit 154 (!) km/h durch Hagen und wird geblitzt – und auf der Rückbank sitzen zwei Kinder
• Hagener Ehepaar streitet sich während Autofahrt – dann greift der Mann (28) zu einer drastischen Maßnahme
—————-
Lucs Anwalt vermutet hinter der unglaublich hohen Zahl behördliches Versagen: „Es handelt sich um einen simplen Tippfehler. Es handelt sich auch um einen Prozedurfehler. Es kann nicht sein, dass mein Klient dafür verklagt wird.“ (leve)