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Ferdinand Hofer über den „Tatort: Charlie“: „Es war beängstigend und spektakulär zugleich“

Der neue Münchner „Tatort: Charlie“ führt die Ermittler mitten in ein Nato-Manöver. Gedreht wurde auf einem aktiven Militärgelände.

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© BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gs

Tatort: Das sind die bekanntesten Ermittler-Teams

Die Krimiserie „Tatort“ begeistert schon seit Jahrzehnten die deutschen TV-Zuschauer. Sonntags um 20.15 Uhr lösen unterschiedliche Kommissaren-Teams Mordfälle in der ARD. Aktuell ermitteln 22 Ermittler-Teams in 20 deutschen Städten, sowie in Wien und Zürich. Wir stellen euch die bekanntesten aktuellen Besetzungen vor.

Sie sind eines der beliebtesten Teams im ARD-„Tatort“, doch so langsam naht der Abschied immer mehr – Batic und Leitmayr, gespielt von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl, werden noch in diesem Jahr im Ersten ermitteln. Dann ist Schluss. Doch würdige Nachfolger stehen bereits in den Startlöchern. So werden die Schauspieler Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer das Erbe antreten.

Im Interview spricht Ferdinand Hofer, den „Tatort„-Fans besser bekannt als Kalli Hammermann, über den neuen Münchner „Tatort: Charlie“, die neue Aufgabe und eine fußballerische Fehde.

Ihr habt für den neuen „Tatort: Charlie“ auf einem Truppenübungsplatz gedreht. Dein erstes Mal?

Es war tatsächlich das erste Mal. Man kommt auch gar nicht so leicht auf ein solches Gelände, von daher war es immer wieder spannend, da draufzufahren, weil es jedes Mal mit Kontrollen verbunden war.

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass der Münchner „Tatort“ an ungewöhnlichen Orten dreht, ich denke nur an das Gefängnis in „Wunderkind“. Habt ihr wieder spannende Momente erlebt?

Da gab es sehr viele Momente, einfach weil es ein völlig ungewohntes Umfeld war. Allein die Kontrollen. Wir wurden von der Military Police auf dem Gelände eskortiert, man durfte den Konvoi nicht verlassen. Links und rechts fuhren Panzerkolonnen an einem vorbei.

Auch spannend: Wir haben nachts auf dem riesigen Gelände gedreht, plötzlich fing alles an zu vibrieren und in zwanzig, dreißig Metern Höhe flogen drei unbeleuchtete Helikopter über uns hinweg. Das sind schon sehr bizarre und ungewöhnliche Situationen.

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Wie hast du dich da gefühlt?

Es war beängstigend und spektakulär zugleich. Natürlich beeindruckt es einen, wo sieht man schon mal zwanzig Hubschrauber, die gerade starten? Auf der anderen Seite war es aber auch furchteinflößend, weil es eben nicht wie so oft beim Film nur Kulisse und Requisite war, sondern echt.

Wäre die Bundeswehr für dich infrage gekommen?

Ich hatte damals eine Einladung zur Musterung bekommen, die Wehrpflicht wurde aber vor dem Termin abgeschafft. Ich hätte mich aber für den Zivildienst entschieden.

Nichtsdestotrotz: In der derzeitigen Situation erleben wir leider, dass ein freies, demokratisches Europa nicht selbstverständlich ist und dass wir unsere Freiheit auch verteidigen müssen. Und da gehört die Bundeswehr dazu.

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„Charlie“ gehört sicher zu den actionreichsten Münchner „Tatort“-Filmen. Woran hast du mehr Spaß – am klassischen Krimi oder dem Krimi-Thriller?

Es hat beides seine Reize. Aber mir macht Action viel Spaß und ein Teil Action gehört auch in den „Tatort“. Ich bin gerne aktiv am Set.

Im kommenden Jahr wirst du noch aktiver, wenn du Batic und Leitmayr sich verabschieden.

Es geht sogar dieses Jahr schon los. Wir drehen im Frühsommer noch die beiden Abschlussfolgen mit Batic und Leitmayr und dann im Herbst auch schon die erste Folge, in der Carlo und ich die beiden Hauptermittler sind.

Neues Tatort Team
Das neue Team des ARD-„Tatort“. Foto: BR/Markus Konvalin

Hast du Carlo bereits kennengelernt?

Ja, wir haben uns schon mehrfach getroffen und sind auch bereits in der Entwicklung unseres ersten gemeinsamen Films. Wir verstehen uns sehr gut, es macht viel Spaß mit ihm.

Fußballerisch liegt ihr aber doch etwas auseinander. Carlo ist Sechzger, du Bayern-Fan.

Das stimmt, das kann man jetzt gut oder schlecht heißen (lacht).

Das könnte doch auch Thema in den Filmen werden?

Sagen wir mal so, unsere persönlichen Neigungen spiegeln ja nicht unbedingt die unserer Figuren Kalli und Nikola wider. Aber klar, das würde sich natürlich anbieten, dass man so etwas von einem selbst mit in die Figur einbringt. Wir haben auf jeden Fall schon darüber gesprochen. Mal sehen, ob es im Film Platz findet.



Platz in deinem Kalender findet dagegen auf jeden Fall der neue „Eberhofer“. Wie groß ist die Erleichterung, dass es nach den Diskussionen nach dem letzten Film nun doch weitergeht?

Ich finde es schön, dass wir die Möglichkeit bekommen, noch ein weiteres Buch zu verfilmen. Die Arbeit macht Spaß, auch mit dem Team hinter der Kamera. Es ist nicht oft der Fall, dass über die ganzen Jahre immer das konstant selbe Team dabei ist. Ich kenne das Drehbuch aber noch nicht und bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht.