15.000 Euro – so viel muss man erst einmal sammeln. Selbst, wenn man nur Flaschen mit 25 Cent Pfand in den Automaten bei Lidl einwirft, bräuchte man ganze 60.000 Stück davon. Und wo sollte man die so lange lagern, geschweige davon, dass es keinen Leergutautomaten gibt, der so viele Flaschen aufnehmen könnte.
Bei Lidl sind zuletzt dennoch Pfandflaschen im diesem fünfstelligen Wert zusammengekommen. Allerdings hatte die nicht ein einzelner Kunde gesammelt.
Lidl verkündet 15.000 Euro-Pfand-Hammer
Eine herzerwärmende Geschichte aus Oberwesel in Rheinland-Pfalz. An vielen Leergutautomaten finden Kunden immer wieder kleine Kästchen montiert. Hier können sie ihren Pfandbon hineinstecken und den Wert für einen guten Zweck spenden. Die Supermärkte oder auch Discounter – wie in diesem Fall – geben dann das Geld an gemeinnützige Organisationen weiter.
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In diesem Fall durfte sich die Tafel-Ausgabestelle St. Goar/Oberwesel (Rhein-Hunsrück e.V.) über ganze 15.000 Euro freuen – alles aus den Pfandspenden der Kunden.
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Lidl und Tafel kooperieren
„Die Pfandspende ist ein ganz wichtiger Beitrag, um im Tafel-Alltag armutsbetroffenen Menschen helfen zu können. Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Kundinnen und Kunden von Lidl“, freut sich die Tafel über den großzügigen Betrag. Sie will mit dem Geld nun ein neues Kühlfahrzeug anschaffen, um die gespendeten Lebensmittel schneller transportieren zu können.
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Und auch der Discounter ist unendlich dankbar für die Großzügigkeit seiner Kunden. So heißt es im „Wochen Spiegel“: „Mit der Pfandspende werden die Tafeln über die klassische Lebensmittelabgabe hinaus gezielt finanziell gefördert. Dass unsere Kundinnen und Kunden dies in einem so großen Umfang unterstützen, ist für uns eine großartige Bestätigung unserer Zusammenarbeit.“