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Deutsches Nachbarland warnt: Kleinere Länder müssen Trump fürchten

„Ihr könnt kein Land annektieren!“ – mutige Staatschefin von EU-Land stellt sich gegen auf US-Drohungen von Trump.

Trump streckt seine Finger nach europäischem Gebiet aus. Doch ein Land stellt sich gegen die USA: Drohungen werden zurückgewiesen.
© IMAGO / ZUMA Press Wire / Ritzau Scanpix

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Donald Trump macht, was er will, das ist längst kein Geheimnis mehr. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die inneren Angelegenheiten seines eigenen Landes, sondern streckt die Finger auch nach anderen Ländern aus.

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Solchen Ländern und Regionen, die kleiner sind als die USA und weniger Potenzial in der Armee haben – das trifft auf fast alle zu, auch in Europa. Ein Objekt von Trumps Begierde ist Grönland.

Sind kleine Länder noch sicher?

Das eisig schöne Land mit den zerklüfteten Felsen und bunten Häuschen liegt im Polarmeer und hat eine jahrtausendealte inuitische Kultur. Darum geht es Trump freilich nicht. Er will die Insel wegen der geostrategischen Lage vor Kanada und den natürlichen Ressourcen der Region sichern. Darunter Mineralien wie Gold, Eisen, Zink, Uran und seltene Erden sowie große Mengen an Fisch, Öl und Gas.

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Das Problem: Die Grönländer wollen nicht zu den USA gehören. Grönland ist eine autonome Region Dänemarks, deren Premierministerin nun Trump in seine Schranken gewiesen hat. Aus ihrer Rede ist gleichzeitig eine Warnung zu hören, an alle kleineren Länder, die den USA unterlegen sind.

Mette Frederiksen ist die Regierungschefin Dänemarks und Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei. Sie ist die jüngste Regierungschefin in der dänischen Geschichte und konzentriert sich vor allem auf soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und die Stärkung des Wohlfahrtsstaates. Und nun auch darauf, Trump aus ihrem Land herauszuhalten. Darauf zielte sie auch in ihrer Rede Anfang April ab.

Frederiksen sagte, die schneebedeckten Hügel Grönlands hinter sich, Dänemark und die USA seien immer Freunde gewesen. „Die USA sind ein großes Land, Dänemark ist ein kleines. Wir haben zu euch aufgesehen und ihr habt uns inspiriert. Denn seit dem Zweiten Weltkrieg habt ihr die freie Welt verteidigt. Ihr habt Wohlstand und Fortschritt erwirkt, Frieden und Freiheit.“ Sie wolle nichts mehr, als dass die Freundschaft weiterbestehen bleibt.

Dänemark-Chefin weißt Trump in die Schranken: „Seit dem zweiten Weltkrieg“

Sie wendet sich indirekt an Trump. „Wenn ihr von unseren Unternehmen verlangt, in die USA zu investieren, tun sie es. Wenn ihr von uns verlangt, mehr für die Verteidigung auszugeben, tun wir es. Und wenn ihr von uns verlangt, die Sicherheit in der Arktis zu stärken, sind wir auf derselben Seite.“

„Aber wenn ihr verlangt, ein Teil des Territoriums des Königreichs Dänemark zu übernehmen – wenn wir mit Druck und Drohungen von unserem engsten Verbündeten konfrontiert werden, woran sollen wir dann noch glauben?“

Frederiksen fährt fort: „Landesgrenzen, Souveränität der Staaten und unsere Integrität“ seien im nationalen Gesetz verankert. Die Regierungschefin fährt fort: „Das sind grundlegende Prinzipien, die nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegt wurden, damit kleine Länder größere nicht fürchten müssen.“


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Diese Regeln seien nach dem Zweiten Weltkrieg erschaffen worden „damit kleine Länder größere nicht fürchten müssen.“ Sie schießt mit den Worten: „Es geht nicht nur um Grönland oder Dänemark. Es geht um die Welt, die wir gemeinsam aufgebaut haben. Ihr könnt kein anderes Land annektieren!“