Viel Aufsehen um nichts? Seit Wochen schon werden Tickets für das AC/DC-Konzert in Düsseldorf für den 8. Juli 2025 verkauft, doch ist noch nichts in trockenen Tüchern. Die Genehmigung für den Open Air Park liegt noch nicht vor. Die Sorge der Fans ist daher groß, dass die Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden könnte.
Hendrik Hußmann, Projektleiter beim Open Air Park Düsseldorf bei D.LIVE, mahnt gegenüber DER WESTEN jedoch zu Geduld. Die Sorge der Fans sei komplett unbegründet. Hier erfährst du, wieso.
AC/DC im Open Air Park Düsseldorf
Man stecke aktuell mitten in den Vorbereitungen. „Da läuft alles nach Plan“, verspricht Hußmann. Ein umfassendes B-Plan-Verfahren mit zahlreichen Prüfungen und Gutachten durch die Stadt, Juristen, Experten und Co. sei bereits seit sechseinhalb Jahren in vollem Gange – mit breiter Zustimmung.
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„Wir machen uns absolut gar keine Sorgen darüber, dass das Verfahren am 28. Mai nicht positiv beschlossen wird.“ Dann muss der Rat entscheiden. „Wir haben ein großes Vertrauen in die Verwaltung, in den Prozess und in die Politik, dass da jetzt absolut nichts wackelt. Vor dem Hintergrund sind die Sorgen der Fans an der Stelle unberechtigt.“
Betreiber hat keinen Plan B
Hußmann könne die Unsicherheit der Fans verstehen. Doch sei für die noch notwendigen kleinen Umbauarbeiten selbst nach der Ratszustimmung noch genügend Zeit. Denn feste Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen wollen man eh nicht im ersten Jahr verlegen, sondern stattdessen auf Aggregate und Dixi-Klos setzen. Wacken wurde schließlich auch nicht in einem Tag erschaffen, was es heute ist.
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„Vor diesem Hintergrund machen wir uns gar keine Sorgen um die Veranstaltung in diesem Jahr.“ Daher gibt es laut Hußmann auch keinen Plan B. „Wir sehen keinen Anlass dafür, dass wir einen Plan B entwickeln, weil wir absolutes Vertrauen darin haben, dass das funktioniert.“
AC/DC in Düsseldorf: Infos für Besucher und Anwohner
Im Rahmen des B-Plan-Verfahrens habe man sich auch mit den Sorgen der Anwohner auseinandergesetzt. Zum Thema Lärm wurden Emissionsorte und -Grenzen gesteckt, die für jede Veranstaltung – bis zu sechs dürften im Jahr durchgeführt werden – neu gedacht und am Veranstaltungstag selbst von einem Schallschutzgutachter überprüft würden.
Und beim Verkehr wolle man auf die bestehende leistungsfähige Infrastruktur setzen plus eine Mobilitätsplattform und einen Whatsapp-Kanal. Zudem sollen Anwohnerparkplätze durch Absperrungen freigehalten werden.
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Ein anderer großer Kritikpunkt waren die geplanten Baumfällungen – wie auch schon bei Ed Sheeran 2018. Allerdings seien statt rund 100 nur 56 in Planung. Bisher wurde jedoch kein einziger Baum gefällt, so Hußmann, und lediglich sieben verpflanzt. Nisthöhlen seien allerdings bereits verschlossen worden, um Ansiedlungen von Tieren zu verhindern.
AC/DC nur der Auftakt – „NRW als Veranstaltungsort gestärkt“
Auf die Frage, wie sich der Projektleiter die negative Presse und das Munkeln rund um eine vermeintlich bereits absehbare Absage des ganzen Projektes Open Air Park Düsseldorf erklären könne, wolle sich Hußmann nicht öffentlich äußern. Er betont lieber, was dieser neue Veranstaltungsort für die gesamte Gegend und auch ganz NRW bedeuten könnte.
„Was wir damit schaffen, ist in NRW eine einzigartige Fläche. Wir sorgen damit dafür, dass NRW als Konzert- und Veranstaltungsstandort noch mal mehr gestärkt wird.“ Denn: „Eine solch große Fläche in einem urbanen Raum gibt’s hier nicht“. Wir schaffen damit auch eine Fläche in NRW, die uns, jedem von uns, helfen wird.“ Auch andere Veranstaltungsorte dürften in den kommenden Jahren davon profitieren, ist sich Hußmann sicher.