Arminia Bielefeld hat es tatsächlich geschafft: Als erst vierter Drittligist steht der Traditionsverein aus Ostwestfalen nach dem 2:1 gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen im DFB-Pokalfinale in Berlin (24. Mai). Ein historischer Erfolg für Arminia Bielefeld.
Schon vor dem zweiten Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig (Mittwoch, 20.45 Uhr) war klar: Auch im Endspiel steht die Arminia als klarer Außenseiter da. Und auch eine weitere Statistik schwächt die Euphorie.
Arminia Bielefeld: Statistik ist der Feind
Hertha BSC II, Energie Cottbus, und Union Berlin. Nicht gerade Schwergewichte des deutschen Fußballs. Und dennoch gelingt ihnen allen das (fast) Unmögliche: Der Einzug ins DFB-Pokalfinale. Damit enden allerdings auch die Erfolgsgeschichten. Keine der drei Mannschaften hielt am Ende den DFB-Pokal in den Händen.
Nach großem Kampf verloren die Berliner Amateure 1993 das Finale gegen Leverkusen mit 0:1. Die Pokal-Hoffnungen der Lausitzer beendete 1997 im Finale Giovane Elber mit einem Doppelpack. Und Union Berlin scheiterte 2001 an, von der Vier-Minuten-Meisterschaft noch traumatisierten Schalkern. Nicht viel Hoffnung also für die Arminia oder sind Statistiken doch nur dazu da, um widerlegt zu werden?
Hoffnung über Realismus
Frust pur herrscht nach der Pokal-Sensation in Leverkusen. Bereits nach Abpfiff kam es noch zu heftigen Wortgefechten zwischen Spielern und Fans.
>> Mehr Infos hierzu: Xhaka legt sich im mitgereisten Fans an
Dagegen herrscht aktuell auf der Bielefelder Alm Euphorie und Freudentaumel. Doch eine realistische Chance gegen die beiden Bundesligisten werden sich die wenigstens Fans ausrechnen. Einzig die Formkurve der Stuttgarter und Leipziger dürfte etwas Mut machen.
Und wer weiß? Am Ende ist das Erlebnis im Olympiastadion für Fans und Spieler schon genauso viel wert, wie der Pokal-Gewinn. Frag mal in Kaiserslautern nach.