Vom Kultobjekt zur Hassfigur. DAZN hat in den letzten Jahren einen rasanten Absturz seiner Beliebtheitswerte erfahren. Der Grund: das liebe Geld.
Bei den Fußballfans verscherzte DAZN es sich mit massiven Preiserhöhungen, bei den Bundesliga-Klubs eckte man mit ausbleibenden Millionen-Zahlungen aus. Letzteres droht nun erneut zu passieren – ausgerechnet in der Ligue 1, wo finanziell gebeutelte Klubs derzeit ums Überleben kämpfen.
DAZN erneut in Zahlungsverzug
Für die populären TV-Rechte an Bundesliga, Champions League & Co. jongliert der Streamingdienst mit Milliarden-Summen. Nicht zum ersten mal blieben versprochene Zahlungen im vergangenen Sommer aber aus. Die Bundesliga-Klubs warteten auf die nicht unerhebliche Summe von 50 Millionen Euro. Sie wurden erst deutlich nach dem vereinbarten Stichtag bezahlt.
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Nun wiederholt sich dieses Drama – die Konsequenzen könnten diesmal aber noch drastischer ausfallen. Die Ligue 1 ächzt noch immer unter der jüngsten Rechtevergabe, die in einem Debakel endete. Dort wurden nur 500 Millionen statt der erhofften 1 Milliarde an TV-Geldern eingenommen. Ein schwerer Schlag für die teils schon verschuldeten Klubs, von denen einge nun ums Überleben bangen.
Millionen-Zahlungen bleiben aus
Ausgerechnet jetzt lässt DAZN die Vereine hängen. 24 Prozent seiner ausstehenden Zahlungen sollte der Rechte-Inhaber bis zum 14. Februar leisten, ließ die Frist aber verstreichen und kündigte an, die Zahlung zu verweigern. Für kleinere Vereine der angeschlagenen Ligue 1 eine wirtschaftliche Katstrophe. Der Ligaverband reagierte nun und verklagte den Streamingdienst.
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Zuvor hatte DAZN laut dem Portal „FootBoom“ interne Kritik an der Zusammenarbeit mit der Ligue 1 geäußert. Dabei ging es vor allem um mangelhafte Einsatzbereitschaft der Klubs, gegen Piraterie vorzugehen. Auch die Verschlossenheit der Vereine gegenüber Produktionen wurde bemängelt. Erste Vereinsoffizielle hinterfragen laut dem Bericht sogar bereits die komplette Zusammenarbeit mit dem Streamingdienst.