Was ein Wochenende für Ferrari! Schwebte die Scuderia am Freitag und Samstag noch auf Wolke sieben, folge am Sonntag ein kaum vorstellbares Desaster! Sowohl Lewis Hamilton als auch Charles Leclerc sind nach dem Formel-1-Rennen in China disqualifiziert worden.
Die Scuderia beendet den Großen Preis von China mit null Punkten. Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher wird nach dem Ferrari-Fiasko sehr deutlich.
Formel 1: Schumacher findet deutliche Ferrari-Worte
Das Auto von Leclerc war zu leicht, das Auto von Hamilton hatte einen zu dünnen Unterboden. Das Resultat: Zwei Disqualifikationen und null Punkte für den italienischen Traditionsrennstall. Einen solchen Fall hat es in der Königsklasse des Motorsports wohl auch noch nie gegeben – zwei Autos des gleichen Teams werden gemeinsam nach dem Rennen aus der Wertung genommen.
Der Frust bei Ferrari war groß, in der Formel-1-Welt sorgte dieser Fall jedoch eher für Entsetzen. Schumacher bezeichnet es im Interview mit „Sky“ als „Unfähigkeit“, was Ferrari da passiert ist. Dabei sei der Fall bei Hamilton „fast noch schlimmer“. „Nach dem Sprint kann man davon ausgehen, dass der Ingenieur wissen sollte, was er tut. Man sieht ja den Verschleiß des Unterbodens. Das darf gar nicht passieren“, machte der Ex-Pilot deutlich.
++ Formel 1: Helmut Marko sorgt für Empörung – „Was für ein Blödsinn“ ++
„Da wird jetzt kein Stein auf dem anderen bleiben. Das wird intern wahrscheinlich sogar kleinere oder größere Konsequenzen haben. Weil eins ist natürlich klar: Jetzt hatte man den Speed, Samstag war so gut, Sonntag eher langsam – und jetzt auch noch disqualifiziert. Das mit dem erklärten Ziel, um die WM zu fahren. Das geht natürlich gar nicht“, schoss er gegen das Ferrari-Team und vermutet, dass es gar härtere Konsequenzen geben könnte.
Ferrari-Euphorie schnell verflogen
Nach dem Sprintsieg für Hamilton folgte nur wenige Stunden später also gleich der nächste bittere Dämpfer für die Italiener. Die Saison ist noch jung und doch muss sich Ferrari eingestehen, dass der Saisonstart kaum hätte schlechter können. Schon in Melbourne enttäuschte Ferrari, in China folgte der Super-Gau. Das gute Gefühl und der leichte Hauch von Euphorie nach dem Sprintrennen ist jedenfalls schon komplett weg.
Weitere News:
Das Ziel für dieses Jahr ist klar: Man möchte um die WM mitfahren und den Formel-1-Titel holen. Nach zwei Wochenenden beträgt der Rückstand auf McLaren, die bisher beide Rennen gewinnen konnte, schon über 60 Punkte.