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Formel 1: TV-Experte redet nach Eklat Klartext – „Geht gar nicht!“

Kaum ist das erste Rennen in dieser Saison der Formel 1 zuende gegangen, da gibt es bereits den ersten Eklat.

© imago/DeFodi Images

Lewis Hamilton: das ist die Karriere des siebenfachen Weltmeisters

Sir Lewis Hamilton ist siebenfacher Formel-1-Weltmeister. Wir zeigen dir in diesem Video seine Karriere. Lewis Hamilton wurde am 7. Januar 1985 in Stevenage in England geboren.

Obwohl Lewis Hamilton beim Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne von einem Sieg weit entfernt war, wurde der siebenmalige Weltmeister anschließend zum großen Gesprächsthema. Der Brite sorgte für einen ersten Eklat und wurde dafür scharf kritisiert.

Für Lewis Hamilton war es das erste Rennen in der Formel 1 für Ferrari. Dass sich für den 40-Jährigen bei seinem neuen Team noch so manche Workflows einspielen müssen, wurde beim Großen Preis von Australien sofort ersichtlich. Speziell in der Kommunikation mit seinem Team lief bei weitem noch nicht alles rund.

Formel 1: Hamilton raunt Renningenieur an

Ferrari-Renningenieur Riccardo Adami versorgte Hamilton während des Rennens über Funk immer wieder mit wichtigen Informationen. Doch für den Star-Piloten war das häufig zu viel Kommunikation. „Bitte wiederhole nicht alles“, raunte Hamilton seinen Renningenieur während des Rennens plötzlich via Funk an.

Wenig später reagierte Lewis Hamilton auf eine Empfehlung Adamis mit den Worten: „Lass mich bitte einfach machen.“ Als der Renningenieur die Ansage wiederholte, wurde Hamilton ungehalten: „Ja, ich weiß. Jetzt lass mich bitte einfach machen.“

Und es ging noch weiter. Zu einem späteren Zeitpunkt des Rennens gab der Renningenieur erneut wichtige Informationen an Hamilton weiter, und diesem platzte förmlich der Kragen. „Bitte lass es sein! Bitte lass es sein“, rief Hamilton.


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Sky-Experte Schumacher mit klarer Ansage

Ralf Schumacher hat für die pampigen Reaktionen des Ferrari-Stars null Verständnis. „Ein Formel-1-Fahrer, der Weltmeister war, Weltmeister werden will und so viel Erfahrung hat, sollte zu jeder Zeit ansprechbar sein und versuchen, seine Situation zu verbessern“, sagte der frühere Pilot der Formel 1 bei Sky.

Schumacher ist sich sicher: Hamilton war weniger sauer auf seinen Renningenieur, sondern eher sauer auf seine eigene Situation. „Bei Lewis Hamilton zeigt es ein weiteres Mal, dass er wirklich kämpft“, so Schumacher: „Ich glaube, er versteht selbst nicht, warum er jetzt nicht mehr den Unterschied macht, warum er nicht deutlich schneller ist als sein Teamkollege. Er ärgert sich über sich selbst, hat gekämpft, auf der Strecke zu bleiben und hatte einfach nicht genug Platz, da noch mit dem Ingenieur zu reden.“

Wie Ralf Schumacher als Verantwortlicher auf den Kommunikations-Eklat reagieren würde, ist für den 49-Jährigen klar: „Wenn ich jetzt der Teamchef wäre, würde ich mir beide mal in mein Büro holen und beiden mal auf die Finger klopfen. Am Ende ist es ja so, dass das ganze Team da draußen sitzt und nichts anderes tut als zu versuchen, den zwei Ochsen da drin irgendwie zu helfen. Und wenn die dann auch noch pampig sind, dann muss ich sagen: Das geht gar nicht!“



Versöhnliche Worte am Ende

Immerhin: Am Ende des ersten Rennens in dieser Saison der Formel 1 gab es zwischen Hamilton und Adami versöhnliche Worte. „Gute Arbeit“, meinte Adami, und Hamilton antwortete: „Ja, es war nicht perfekt. Aber zumindest sind wir mit etwas Zählbarem nach Hause gefahren.“