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Formel 1: McLaren-Boss spricht Red-Bull-Klartext – „Schon Schlimmeres gesehen“

In der Formel 1 gibt es wieder Aufregung. Mittendrin sind Verstappen und Red Bull. Jetzt spricht ausgerechnet der Rivale McLaren Klartext.

© IMAGO/Eibner

Formel 1: Das sind alle Boliden der Saison 2025

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Eine Formel-1-Saison ohne Aufregung und Dramatik? Die wird es mit großer Sicherheit nicht geben, da schon vor dem Saisonstart großer Wirbel herrscht. Im Fokus dabei: wie so häufig Red Bull und Superstar Max Verstappen.

Vor dem Formel-1-Start gab es nämlich eine Veranstaltung in London, bei der der Weltmeister und sein Team von den Zuschauern ausgebuht wurden. Das sorgte natürlich für Empörung. Jetzt hat sich Red-Bulls-Rivale McLaren zur Thematik geäußert.

Formel 1: McLaren-CEO Zak Brown über das Ausbuhen nicht schockiert

Red Bull war nicht begeistert, Max Verstappen ebenfalls nicht. Bei der Live-Veranstaltung in London wurden er und Teamchef Christian Horner von den Formel-1-Zuschauern vor Ort ausgebuht. Der Niederländer will deshalb nie wieder an solchen Events teilnehmen, sagte sein Vater Jos Verstappen kürzlich.


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Während es beim Top-Team für Empörung sorgt, sieht es der Rivale aus dem McLaren-Lager nicht so kritisch. CEO Zak Brown wurde in Bahrain bei den Wintertests dazu befragt. „Ich glaube, ich war noch nie bei einem Sportereignis, wie bei einem Fußball, Eishockey- oder Baseballspiel, bei dem nicht jemand einen Spieler anbrüllt“, sagte der Brite.

Und Brown weiter: „Ich glaube, Sport bringt Leidenschaft hervor, und sie jubeln und buhen. Ich habe nichts anderes gehört als Jubel und Buhrufe.“ Außerdem erklärte der McLaren-CEO, dass er andere Reaktionen gesehen habe, die seiner Meinung nach eindeutig die Grenze überschritten hätten. Beim Ausbuhen hat er jedoch keine Bedenken.

„Schon Schlimmeres gesehen“

„Ich habe schon viel Schlimmeres in den sozialen Medien gesehen, wo man sagt: ,Moment mal, ihr geht ein bisschen zu weit.‘ Aber Anfeuerung und Buhrufe gehören zum Sport. Zu jedem Sport, schon immer. Das ist es, was Fans tun. Sie schreien ihren Fernseher an, wenn sie mit ihren Kumpels fernsehen. Jeder hat ein Lieblingsteam, einen Lieblingsfahrer in der Formel 1. Ich denke, so ist der Sport einfach. In anderen Sportarten gab es Ausschreitungen, aber das hier war weit davon entfernt. Ich denke also, dass es einfach nur Sport war und Fans das tun, was Fans tun, wenn sie ihre Meinung dazu äußern, wen sie anfeuern oder nicht“, so Brown weiter. Bei Red Bull wird man diese Aussagen vermutlich nicht so gut aufnehmen.


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Verstappen betonte sogar, dass er den Veranstaltungen in Zukunft fernbleiben wird. Die FIA reagierte umgehend darauf und erklärte, dass es „enttäuschend“ gewesen sei, „die tribalistische Reaktion des Publikums […] bei der F1-Eröffnung in London zu hören“. Horner und Verstappen hätten große Beiträge für diesen Sport geleistet. „In der kommenden Saison sollten wir das nicht aus den Augen verlieren.“ Ein klares Zeichen des Weltverbands, auch wenn es zwischen Verstappen und der FIA zuletzt immer wieder brodelte. Jetzt bekommt der Niederländer aber Rückendeckung.