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Bochum: Neue Attraktion ist da – doch Tierschützer laufen Sturm

Es gibt eine neue Attraktion in Bochum. Doch diese stößt nicht nur auf glückliche Gesichter – Tierschützer stellen sich quer.

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Erst vor kurzem war es so weit: Der Wattenscheider Stadtgarten in Bochum feierte seine Neueröffnung. Nach rund zwei Jahren Bauzeit öffnete der Park am Samstag (29. März) wieder seine Tore und zeigte sich komplett erneuert. Ein Highlight: Der Storcherlebnispark (>>DER WESTEN berichtete).

Die neue Attraktion in Bochum-Wattenscheid stößt allerdings nicht nur auf Zustimmung. Mittels einer Petition versuchen Tierschützer, das Schicksal der Störche abzuwenden. „Keine Gefangenschaft für Störche – Naturschutz statt Tierquälerei in Wattenscheid!“, heißt es in der Petition bei „Change“.

Storchenpark in Bochum: Tierschützer laufen Sturm

Schon seit Anfang Februar versuchen die Tierschützer, die Finanzierung und den Bau des Storcherlebnisparks in Bochum-Wattenscheid zu stoppen. „Der geplante Storchen-Erlebnispark in Wattenscheid soll gesunde Störche in Gefangenschaft halten, um sie Besuchern zu präsentieren. Dies ist nicht nur unnatürlich, sondern widerspricht jeglichem Tierschutzgedanken“, appellieren sie.


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Die Tierschützer argumentieren, dass die Haltung der Störche in dem Bochumer Tierpark ihr natürliches Verhalten stark einschränke. „Störche sind Wildtiere, die täglich weite Strecken fliegen und in der Natur ein eigenständiges Leben führen“.

„Schlichtweg Tierquälerei“

In einem offenen Brief wandten sie sich außerdem an den Bezirksbürgermeister von Bochum-Wattenscheid, dem Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum und dem Tierpark und Fossilium der Stadt. „Eine Haltung in Gefangenschaft – sei es in einer Voliere oder einer anderen Form der Einschränkung – ist nicht nur unnatürlich, sondern schlichtweg Tierquälerei. Kein Tierpark kann jemals eine artgerechte Umgebung für Tiere bieten, die in der Natur frei und unabhängig leben“, machen sie ihre Meinung deutlich.

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Die Tierschützer stellen außerdem die Frage, was mit den Störchen im Park passieren wird – „Werden sie gestutzt, sodass sie niemals wieder fliegen können?“ – und schlagen alternative Möglichkeiten zur Nutzung des Parks vor, wie den Ausbau des bestehenden Teichs, um eine geschützte Umgebung für Zugvögel zu errichten. „Oder sich für bedrohte einheimische Arten einsetzen, wie Singvögel und Wildbienen, die dringend Schutz und Unterstützung brauchen“.


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Dem Appell, den Storchenpark nicht weiter zu bauen und sich „stattdessen für echte Tierschutzmaßnahmen“ einzusetzen, ist die Stadt Bochum augenscheinlich nicht nachgegangen. Die ganze Petition findest du unter diesem Link.