Die Arbeit im Zoo kann für tierliebe Menschen ein mehr als erfüllender Job sein. In NRW gibt es mit den großen Zoos in Dortmund, Gelsenkirchen, Duisburg oder Köln zahlreiche Top-Adressen.
Doch manchmal müssen die Tierpfleger auch schwere Entscheidungen treffen, die man nicht einfach so wegstecken kann – so wie kürzlich im Tierpark und Fossilium Bochum. Der NRW-Zoo musste einen Besucherliebling einschläfern lassen.
Zoo in NRW trauert um Alpaka Gerolf
Wer in den vergangenen zehn Jahren den Tierpark Bochum besuchte, der kannte auch Alpaka Gerolf. Der Hengst kam 2015 ins Revier, war damals sechs Jahre alt. „Er wurde nicht nur zu einem der Besucherlieblinge sondern bereicherte durch sein ausgeglichenes Wesen auch den Pflegealltag unserer Zootierpflegerinnen und Zootierpfleger“, erinnert sich das Zoo-Team.
Doch nun – rund ein Jahrzehnt nach seiner Ankunft – nahm das Schicksal von Gerolf eine tragische Wendung. „In den letzten Wochen haben wir jedoch bemerkt, dass Gerolf immer mehr an Gewicht und Körperkraft verlor und sich weniger bewegte“, schreibt der Tierpark auf Facebook. „Obwohl die Fütterung entsprechend angepasst und die tierärztliche Betreuung intensiviert wurde, verschlechterte sich sein Zustand.“
Die Diagnose: Unheilbarer Blutkrebs, der eine hochgradige Blutarmut mit sich zog. Ein Schock für alle Pfleger, die nun berieten, wie man weiter vorgehen sollte.
Alpaka-Hengst wurde von seinem Leid erlöst
Am Samstag (15. März) wurde dann ein Entschluss gefasst, wie der Tierpark Bochum im Netz mitteilte. Am frühen Morgen entschied sich die zuständige Ethikkommission – bestehend aus Geschäftsführung, Zootierarzt, Zoologen und Revierleitung – Gerolf von seinem Leid zu erlösen.
Der Tierpark Bochum spricht von einer „emotional belastenden Entscheidung“ und betont, dass man „im Sinne des Tierwohls“ nicht anders hätte handeln können. „Es fällt uns allen immer schwer Abschied zu nehmen“, heißt es in dem entsprechenden Facebook-Beitrag.
Auch die Nutzer in der Facebook-Community sprechen dem NRW-Zoo ihr Mitgefühl aus:
- „Mein aufrichtiges Beileid zu eurem traurigen Verlust, auch wenn er zum Besten von Gerolf war.“
- „Sehr traurig. Wenn ich im Tierpark war, hat er sich nie so richtig zu den Menschen hin getraut, deswegen konnte ich ihn immer nur aus der Ferne betrachten. […] Komm gut über die Brücke, du wunderbares Tier.“
- „Es ist sehr traurig. Kenne ihn schon viele Jahre, vor allem in Zeiten meines damaligen Tierpark-Patenkinds Heidi.“
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Auch die Pfleger wollen trotz aller Trauer die Zeit mit dem Alpaka nicht missen: „In den endlos vielen schönen Erlebnissen und dauerhaften Erinnerungen mit und an Gerolf spiegelt sich eine besondere, enge Mensch-Tier-Bindung wieder!“