Dieser Anblick macht nicht nur Anwohner wütend: In Duisburg-Marxloh trüben Müll-Berge das Stadtbild. Doch was unternimmt die Stadt Duisburg dagegen?
„Ich kann verstehen, wenn die Leute im Duisburger Norden unzufrieden sind. Sehen Sie sich Marxloh an, es ist eine Müllkippe“, betonte Anwohner Ennio Di Menco im Vorfeld der Bundestagswahl im Februar gegenüber DER WESTEN. Und nicht nur bei ihm herrscht Unmut über das Müll-Problem in Duisburg-Marxloh. „Man kann sich hier doch nicht mehr wohlfühlen, alles ist schmutzig. Grausam, grausam“, befand eine Seniorin, die bereits seit 40 Jahren hier lebt.
Duisburg: So soll das Müllproblem beseitigt werden
Damit sich das Stadtbild in Marxloh bessert, ergreift die Stadt Duisburg mehrere Maßnahmen. Auf Nachfrage von DER WESTEN heißt es: „Das Reinigungsteam beseitigt täglich illegale Müllablagerungen. Durch die Gespräche mit Anwohnern können so auch wichtige Informationen erlangt werden, aus welchen Häusern Müll illegal auf der Straße abgelegt wird. Diese Informationen werden direkt an die Umwelthelfer weitergegeben und zum Anlass für eine gezielte Ansprache der betreffenden Hausbewohner genommen.“
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Anfang Mai 2024 wurde der Umwelttreffpunkt an der Rolfstraße in Marxloh eröffnet. Er ist ein Kooperationsprojekt für „mehr Lebensqualität und Teilhabe“. Eine zentrale Zielstellung des Umwelttreffpunktes ist unter anderem die bessere Koordination unterschiedlichster Akteure in Marxloh – beispielsweise der Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD), des Bürger- und Ordnungsamtes, des Kommunalen Integrationszentrums, der Gesellschaft für Beschäftigung (GfB) und der AWO.

Stammtische zum austauschen
Das Personal des Umwelttreffpunkts arbeitet mit dem Reinigungsteam zusammen. Während das Reinigungsteam vor allem für die Sauberkeit im Stadtteil zuständig ist, konzentriert sich der Umwelttreffpunkt auf den Kontakt mit den Anwohnern. Zudem werden an Schulen in Marxloh Lehrveranstaltungen zu dem Thema organisiert. Bei Stammtischen können sich Anwohner über die Probleme austauschen.
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„Durch den Umwelttreffpunkt konnten bereits mehrere große Entsorgungsaktionen organisiert werden. Im intensiven Austausch mit der Bevölkerung erhält der Umwelttreffpunkt zudem einen immer besseren Überblick über die Ursachen des Mülls. Deren Behebung ist jedoch nur mit großem Einsatz, koordinierter Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure und Beharrlichkeit möglich“, heißt es weiterhin. Auch der Städtische Außendienst sei im vergangenen Jahr täglich in Marxloh präsent gewesen – unter anderem um kleinere Mülldelikte zu kontrollieren und Maßnahmen einzuleiten.