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Essen: Ärztin lebt mit 12 Hunden unter einem Dach – ihr Alltag ist kaum zu glauben

Eine Ärztin aus Essen lebt mit 12 Hunden unter einem Dach und ist nebenbei Hausärztin in Duisburg. Eine Sache fällt ihr extrem schwer.

© Ann-Kathrin Ullrich/ DER WESTEN

Das ist die Stadt Essen

Diese Aspekte machen Essen zu einer vielseitigen Stadt mit einer interessanten Geschichte, wirtschaftlicher Bedeutung, sportlichen Erfolgen und Freizeitmöglichkeiten.

Alexandra Kucharski ist in ihrem Viertel in Essen bekannt wie ein bunter Hund. Oder besser: wie 12 bunte Hunde. Denn mit denen lebt die Ärztin unter einer Decke.

Im Gespräch mit DER WESTEN DER WESTEN verrät die Essenerin, vor welche Herausforderungen die Hunde-Zucht sie im Alltag als Ärztin stellt und wie turbulent es ihr Leben macht.

Essenerin ist Hundezüchterin und Hausärztin

„Ich habe eine ausgeprägte Form von Spitzitis!“, meint die Medizinerin lachend im Beisein ihrer zwölf flauschigen Mittelspitze. Ihr Garten ist ein Spielplatz für Vierbeiner, es riecht nach Hund in der Wohnung, und auch die Möbel haben schon einiges an Zähnen zu spüren bekommen. „Der Wischmopp ist das wichtigste Utensil in meiner Wohnung!“, ergänzt sie vielsagend. Und die Couch? „Die ist mittlerweile biss-sicher!“

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Alexandra Kucharski aus Essen ist Hausärztin in Duisburg und Hundezüchterin. Sie lebt (derzeit) mit zwölf Mittelspitzen in ihrem Haus. Foto: Ann-Kathrin Ullrich/ DER WESTEN

Nebenbei arbeitet sie als Hausärztin und betreibt eine eigene Praxis in Duisburg. „Drei bis vier Hunde nehme ich meistens mit in die Praxis. Wer sie bei der Behandlung nicht im Raum haben möchte, geht in das andere Sprechzimmer, das aber bei weitem nicht so beliebt ist wie das Hundezimmer“, erzählt Kucharski gegenüber DER WESTEN.

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Natürlich musste die Essenerin ihr Leben bei so viel tierischem Trubel und ihrem Job als Ärztin entsprechend organisieren. „Einen ganz normalen Alltag habe ich nicht. Ich muss jeden Tag um 6 Uhr aufstehen“, meint sie und fügt lachend hinzu: „Ich hasse es, wenn der Wecker gnadenlos klingelt!“ Danach geht es mit den Hunden auf die erste Runde – allerdings müssen ihre männlichen und weiblichen Vierbeiner derzeit getrennt spazieren gehen, weil die Weibchen „hitzig“ sind. Alexandra erklärt: „Damit meine ich die Läufigkeit der Hündinnen, also sozusagen eine Phase im Sexualzyklus, die etwa drei Wochen dauert.“

Trotz Hunde-Glück: Spitz-Züchterin fehlen zwei Dinge

Nach den Spaziergängen werden die Hunde gefüttert – „und dann bin ich dran mit Essen.“ Anschließend geht es für die Ärztin nach Duisburg in ihre Praxis. Natürlich versucht sie, ihren Arbeitsplan so zu gestalten, dass noch genügend Zeit für ihre vielen Hunde bleibt. „Wenn’s mal eng wird, hilft meine Nachbarin und lässt die Hunde kurz in den Garten“, verrät die Essenerin.

Aber nach der Arbeit ist noch lange nicht Schluss: „Dann fahre ich zu meinen zwei Pferden und versorge sie – anschließend geht es nochmal mit den Hunden raus.“ Erst am späten Abend geht es dann ins Bett, natürlich nicht alleine: „Dann wird ganz viel gekuschelt“, sagt sie mit einem Lächeln.

Alexandra Kucharski ist Hausärztin und Hundezüchterin. Sie züchtet Mittelspitze. Foto: Ann-Kathrin Ullrich/ DER WESTEN

Weiter betont die Züchterin, dass alles mit der richtigen Organisation wunderbar zu meistern sei: „Ohne Routine geht’s nicht!“ Zum Glück seien die Tiere meist gesund, sodass beim Tierarzt vor allem Impfkosten anfallen. „Und so viel fressen die gar nicht“, stellt sie fest. Auch die Hundesteuer müsse sie nicht für jedes Tier zahlen, denn als Züchterin zahlt sie eine Zwingersteuer. Dabei müsse sie alle zwei Jahre einen Wurf nachweisen.


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Trotz des (derzeit) zwölffachen Hunde-Glücks fehlen Alexandra zwei Dinge: „Skifahren und Segeln. Beides hab ich früher gern gemacht.“ Aber tauschen würde sie ihr Leben trotzdem nicht – ihre Hunde gehören einfach zu ihr, sie sind Familie.

Und wer auch auf den Hund kommen möchte, kann sich bei ihr melden. Aber Achtung: Es gibt eine Warteliste!