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Oberhausen: Trinkwasser plötzlich trüb – dahinter steckt dieser Grund

Anwohner aus Oberhausen trauen ihren Augen nicht, wenn sie den Wasserhahn aufdrehen: Das Trinkwasser ist plötzlich trüb!

Oberhausen
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Das ist die Stadt Oberhausen

Oberhausen im westlichen Ruhrgebiet zählt zu den größten Städten der Region und war einst bekannt für seine Stahlproduktion. Wir stellen dir die Stadt vor.

Ekel-Alarm in Oberhausen! Leitungswasser hat in Deutschland eine gute bis sehr gute Qualität. Egal, in welcher Region des Landes – das Wasser, das aus dem Hahn kommt, kann man unbedenklich trinken. Was aber, wenn das Wasser plötzlich getrübt oder gar verfärbt ist wie aktuell in Oberhausen?

Seit Anfang Juli könnte das Wasser aus den Leitungen in Oberhausen leicht getrübt sein. Dahinter steckt ein Grund, der es in sich hat – und der Anlass zur Beruhigung gibt. Trotzdem: Kann man das Wasser einfach so trinken?

Oberhausen: Trinkwasser plötzlich trüb

Ein Grund zu Beunruhigung ist das getrübte Wasser nicht, wie die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft erklärt. Dahinter steckt eine gewöhnliche Reinigungsmaßnahme: Noch bis Ende August werden die Wasserleitungen im Oberhausener Stadtteil Lirich durchgespült. „Während der Reinigungsprozesse kann es vorübergehend zu Druckschwankungen und Verfärbungen des Wassers kommen“, heißt es von der RWW.

Das Durchspülen der Leitungen ist ein regelmäßiger Vorgang, der die Qualität des Trinkwassers sichere. Über die Jahre lagern sich nämlich die Inhaltsstoffe des Wassers, etwa Mineralien und Spurelemente, in den Rohren ab. So sorgen beispielsweise Eisen und Mangan für die Trübung des Wassers. Giftig sind diese Inhaltsstoffe nicht. Damit sie aber keinen Einfluss auf die Trinkwasserqualität nehmen, werden sie immer wieder aus den Leitungen gespült und durch das Kanalnetz abgeleitet.

Auch Bottrop betroffen

Neben Oberhausen ist aktuell auch der Stadtteil Batenbrock in Bottrop betroffen. Wenn das Wasser aufgrund der Arbeiten verfärbt sein sollte, rät die RWW zu einer simplen Gegenmaßnahme: Den Hahn kurz laufen lassen, bis das Wasser wieder klar ist. Trotz der Reinigung und möglicher Verfärbung können Verbraucher also weiterhin zum Leitungswasser greifen. Das ist nicht nur einfacher, sondern auch deutlich günstiger als das Wasser aus dem Super- oder Getränkemarkt.


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Berechnungen von Ökotest zufolge kostet ein Liter Leitungswasser aktuell 0,4 Cent, wonach man für ein Jahr Leitungswasser gerade mal 1,10 Euro zahlen müsste. Greift man zum abgefüllten Wasser in Glas- oder Plastikflaschen, kommt man selbst mit den günstigsten Produkten auf 49,50 Euro im Jahr…